Vor Kurzem hat sie ihre Arbeit aufgenommen und sich dem ersten Fall gewidmet. Die Task-Force der Stadt Wiesbaden ist eine vierköpfige Arbeitsgruppe, die sich mit Gewalt auf dem Fußballplatz beschäftigt, Ansprechpartner für Vereine und Spieler ist und sich für die Lösung von Konflikten einsetzt. Eines der vier Mitglieder ist Gerhard Steudter.

Gemeinsam mit Sportamtsleiter Karsten Schütze, Sportstadtrat Wolfgang Gores und Kreisfußballwart Dieter Elsenbast setzt sich der 50-Jährige für Gewaltprävention in den Wiesbadener Klubs ein. „Die Task-Force ist etwas Einzigartiges, das gibt es sonst vielleicht nur im Profisport“, findet Steudter. „Für die Vereine sind wir die Ansprechpartner, wenn etwas vorfällt, wir agieren aber auch, wenn schon etwas passiert ist.“

Aggressionen sind ein Phänomen der Gesellschaft

Die Arbeitsgruppe wurde gegründet, weil es zu negativen Vorfälle auf Wiesbadener Sportplätzen kam. Zunehmende Aggressionen und abnehmender Respekt - ein Phänomen, das sich durch die Gesellschaft und damit auch den Fußball ziehe, sagt Steudter. „Wir haben den Vereinen unsere Ideen vorgestellt. Es herrschte reger Diskussionsbedarf, das Thema wird angenommen. Bislang wurde die Problematik nur verschoben. Doch jetzt wollen wir sie am Schopf packen, mit den Leuten reden und die Denkweise ändern.“ Prävention statt Disqualifikation ist das Motto.

Der fünfzigjährige Steudter nimmt in der Arbeitsgruppe die Perspektive eines für den Fußball unerlässlichen Streitschlichters ein. Diese Rolle ist ihm bestens bekannt, denn in den vergangenen zwölf Jahren leitete Steudter als ehrenamtlicher Kreisschiedsrichterobmann die Geschicke der Wiesbadener Schiedsrichtervereinigung. „Der Schiedsrichter steht immer in der Kritik und bei Fehlentscheidungen wird manchmal einfach überreagiert“, weiß er um die nicht immer einfache Situation.

Im Februar zog sich der Vater einer Tochter von seinem Posten zurück. „Zwölf Jahre sind eine gute Zeit, jetzt soll mal ein Neuer ran“, sagt er. Gemeinsam mit seinem zehnköpfigen Vorstand war Steudter für Einsätze, Ausbildung und Betreuung der 160 Wiesbadener Schiedsrichter zuständig. Dass die kontinuierliche Arbeit der Schiedsrichtervereinigung Früchte trägt, davon ist er überzeugt.

Gerhard Steudter war selbst über zwei Jahrzehnte als Schiedsrichter tätig, leitete Partien in der Regionalliga und stand in der Ersten Bundesliga und bei internationalen Begegnungen an der Linie. „Ich habe mit 14 Jahren angefangen zu pfeifen. Damals wollte ich mein Taschengeld aufbessern“, erinnert er sich. Mit 17 leitete Steudter die ersten Spiele bei den Aktiven, schnell ging es für ihn in höhere Spielklassen. „Es hat mir immer Spaß gemacht zu pfeifen. Man hatte Vertrauen zu mir und ich wurde gefördert.“ Ein guter Schiedsrichter müsse zuverlässig, diszipliniert und reaktionsschnell sein, Eigenbrötler seien nicht geeignet. „Man muss mit Leuten umgehen können. Wie spreche ich jemanden richtig an? Wann muss ich den Ball flach halten? Die Erfahrung bringt es.“

Steudter gehörte dem Team des Krifteler Schiedsrichters Lutz Wagner an. Seine schönste Erinnerung hat er an das Länderspiel Italien gegen Nordirland in Palermo, Ende der neunziger Jahre stand er dort an der Linie. „Wenn 60 000 Leute die Nationalhymne singen, das ist eine einmalige Stimmung“, schwärmt der Wiesbadener.

Höhen und Tiefen als Kreisschiedsrichterobmann

Ein Jahr nach Ende seiner aktiven Schiedsrichterzeit, trat Steudter ab 2000 als Kreisschiedsrichterobmann an. „In den zwölf Jahren habe ich mir nicht nur Freunde gemacht. Da hat man auch mal Entscheidungen getroffen, die die Vereine nicht guthießen.“ Höhen und Tiefen habe er erlebt. Besonders stolz ist Steudter auf den Aufstieg des Wiesbadeners Tobias Welz in den Kader der DFB-Schiedsrichter. „Er hat sein erstes Spiel als Assistent bei mir an der Linie gemacht, da war er 14.“

Das Engagement als Kreisschiedsrichterobmann war sehr zeitaufwendig. Langweilig wird es Gerhard Steudter in seiner Freizeit aber auch in Zukunft nicht. Denn neben der Arbeit für die Task-Force widmet er sich dem Golfen. „Das ist eine der schönsten Sportarten der Welt“, schwärmt Steudter. Besser als Fußball? „Nein, einfach anders. Fußball ist ein Mannschaftssport. Beim Golf bin ich ganz allein für den Ball verantwortlich.“


immer in der Kritik und bei Fehlentscheidungen wird manchmal einfach überreagiert“, weiß er um die nicht immer einfache Situation.

Im Februar zog sich der Vater einer Tochter von seinem Posten zurück. „Zwölf Jahre sind eine gute Zeit, jetzt soll mal ein Neuer ran“, sagt er. Gemeinsam mit seinem zehnköpfigen Vorstand war Steudter für Einsätze, Ausbildung und Betreuung der 160 Wiesbadener Schiedsrichter zuständig. Dass die kontinuierliche Arbeit der Schiedsrichtervereinigung Früchte trägt, davon ist er überzeugt.

Gerhard Steudter war selbst über zwei Jahrzehnte als Schiedsrichter tätig, leitete Partien in der Regionalliga und stand in der Ersten Bundesliga und bei internationalen Begegnungen an der Linie. „Ich habe mit 14 Jahren angefangen zu pfeifen. Damals wollte ich mein Taschengeld aufbessern“, erinnert er sich. Mit 17 leitete Steudter die ersten Spiele bei den Aktiven, schnell ging es für ihn in höhere Spielklassen. „Es hat mir immer Spaß gemacht zu pfeifen. Man hatte Vertrauen zu mir und ich wurde gefördert.“ Ein guter Schiedsrichter müsse zuverlässig, diszipliniert und reaktionsschnell sein, Eigenbrötler seien nicht geeignet. „Man muss mit Leuten umgehen können. Wie spreche ich jemanden richtig an? Wann muss ich den Ball flach halten? Die Erfahrung bringt es.“

Steudter gehörte dem Team des Krifteler Schiedsrichters Lutz Wagner an. Seine schönste Erinnerung hat er an das Länderspiel Italien gegen Nordirland in Palermo, Ende der neunziger Jahre stand er dort an der Linie. „Wenn 60 000 Leute die Nationalhymne singen, das ist eine einmalige Stimmung“, schwärmt der Wiesbadener.

Höhen und Tiefen als Kreisschiedsrichterobmann

Ein Jahr nach Ende seiner aktiven Schiedsrichterzeit, trat Steudter ab 2000 als Kreisschiedsrichterobmann an. „In den zwölf Jahren habe ich mir nicht nur Freunde gemacht. Da hat man auch mal Entscheidungen getroffen, die die Vereine nicht guthießen.“ Höhen und Tiefen habe er erlebt. Besonders stolz ist Steudter auf den Aufstieg des Wiesbadeners Tobias Welz in den Kader der DFB-Schiedsrichter. „Er hat sein erstes Spiel als Assistent bei mir an der Linie gemacht, da war er 14.“

Das Engagement als Kreisschiedsrichterobmann war sehr zeitaufwendig. Langweilig wird es Gerhard Steudter in seiner Freizeit aber auch in Zukunft nicht. Denn neben der Arbeit für die Task-Force widmet er sich dem Golfen. „Das ist eine der schönsten Sportarten der Welt“, schwärmt Steudter. Besser als Fußball? „Nein, einfach anders. Fußball ist ein Mannschaftssport. Beim Golf bin ich ganz allein für den Ball verantwortlich.“

Quelle: Wiesbadener Tagblatt